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QSL von TX7EME, Giulio – Moorea Island 29. September 2015

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Selten macht eine QSL-Karte so viel Freude. Sofort nach DXpeditionsende hat Giulio die Karten ausgestellt und verschickt.

TX7EME_1

TX7EME_2

Weitere spannende Informationen zur DXpedition von Giulio nach Tahiti finden sich auf seiner WebSite unter

http://www.iw3hvb.it/

73 dr om giulio, and mny tnx fer rapid qsl – werner, OE6FNG + drago, S59A + tom, OE6TZE

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ZS4TX, TX7EME und knapp 50 weitere QSOs 27. September 2015

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Tag 1 = 10.9.2015 = 13  EME  QSOs

Unser erstes QSO mit ZS4TX, Bernie auf 2m/144 MHz über 8500 km – pardon, 800.000 km – ist um 12:56 utc im Kasten. Was für ein schönes Erlebnis!

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Das erste QSO bei unserer 2m-EME-Aktivität: ZS4TX.

Wie unter Mondfunkern mit WSJT/JT65B  üblich werden noch ein paar freundliche Worte im NØUK JT65/EME Chat gewechselt, den wir mit dem MDC-Client von mmmonvhf.de bedienen. Dort sieht man in einer Seitenleiste von vielen Statione auch die verwendete Ausrüstung. Sehr nützlich für die Einschätzung der Leistung/Hörbarkeit einer Station.

12:58  OE6V   tnx QSO Bernie, best -21, 1st qso today - 73
13:01  ZS4TX  OE6V Tnx Werner 73! LotW

Und weiter geht es …

Ein EME-QSO ist komplett, sobald das RRR durchgekommen ist. Die 73 am Ende in beiden Richtung kann man schon weg lassen, daran erinnert mich Drago. Das spart mindestens 2 Minuten und damit geht die QSO-Rate wieder etwas nach oben. Die Mondfunker-Community möge uns das nachsehen, aber wir sind mit OE6V so selten via Mond aktiv, wir müssen die knappe Zeit gut nutzen!

Um 15:25 utc machen wir unser letztes QSO des heutigen Tages, wir haben insgesamt 13 Stationen in etwa zwei-einhalb Stunden gearbeitet. Damit sind wir schon sehr zufrieden!

Das Highlight darunter war um 14:56 utc TX7EME, Giulio aus BH52, Französisch Polynesien, der letzte Tag einer dort funkenden 1-Mann DXpedition. Ein Auszug aus dem Chat:

14:27  OE6V   ### CQ 144.121 1st ####
14:38  OE6V   TX7EME -16 , WOW
14:54  OE6V   144400 7 -15 2.2 161 3 # xxxxx TX7EME BH52 OOO 1 0
14:57  OE6V   145400 2 -24 2.0 164 3 # OE6V TX7EME BH52 OOO 1 10
14:57  OE6V   145600 9 -26 164 3 RRR
14:59  OE3NFC   OE6V gratuliere Euch, Erstverbindung !!!
15:06  OE6V   ### anybody for SKED? our moon last 7 deg###

Auf den Web-Seiten von IW3HVB (http://www.iw3hvb.it/?page_id=87) stehen wir im TX7EME Log in Zeile 188. Zwei Stunden später war die ganze DXpedition bzw. der einwöchige Funkbetrieb zu Ende.

Sehr lesenswert: Der Blog zu dieser 1-Mann-EME-DXpedition
unter http://www.iw3hvb.it/?page_id=100

Wir hatten etwas zu kämpfen mit den vielen Aktivitäten beim Mondfunken. Einzelne Anfragen, Sked-Aufrufe und anderes via Chat haben wir nicht gleich mitbekommen, man möge uns auch das verzeihen. Erwähnenswert scheint mir dabei …

  • die mehrfache Anfrage von F5AQX nach der Gültigkeit unseres QSOs, die haben wir nicht mitbekommen. Bei uns NIL, not in log, es hat der Abschluss gefehlt, ein RRR via Chat ist uns nicht ausreichend 😉
    Wir haben das QSO mit F5AQX am nächsten Tag erfolgreich wiederholt
  • Ein „freundlicher“ Hinweis, dass man, wenn man sein CQ via Chat ankündigt, auch das stop CQing mitteilt – damit andere Stationen nicht Zeit vernichten bei der Suche nach dem (nicht mehr vorhandenen) Signal
  • Ein „moon down, qrt now, good by and tnx to all stations“ werden wir nächstes mal auch in den EME-Chat schreiben

Die Gespräche mit unseren Besuchern machen zwar viel Spaß,  kosten aber auch Konzentration. In einiger Zeit werden wir den Betrieb aber voll im Griff haben, das ist sicher. Die Performance-Steigerung ist schon jetzt deutlich erkennbar.

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Der Mond ist untergegangen, der Mondfunk-Tag zu Ende. Die EME-Operator genießen den Abend: Thomas, Werner, Drago. Im Hintergrund Werners „Puscherl“ genanntes fahrendes schallgedämmtes beheiztes Zimmer in ausgezeichnetem Zustand.

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Tag 2 = 11.9.2015 = 33  EME  QSOs

Nach dem Frühstück geht es weiter, Stress lassen wir (noch) keinen aufkommen. Wir klemmen uns hinter die Geräte, um weiter dem „MoonBounce“ zu fröhnen. Dragos große Betriebs-Erfahrung hilft uns dabei gut vorwärts.

Die Anlage läuft gut, kaum technische Probleme.

Die Anlage läuft gut, kaum technische Probleme.

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Gerhard, OE6RDD bringt am frühen Nachmittag zur Stärkung ein wirklich wunderbares Gulasch aus der Halbenrainer Gastronomie vorbei - auch dafür ein großes DANKE!

Gerhard, OE6RDD bringt am frühen Nachmittag zur Stärkung ein wirklich wunderbares Gulasch aus der Halbenrainer Gastronomie vorbei – auch dafür ein großes DANKE!

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Thomas, OE6TPF kommt mit dem Fahrad aus Gleichenberg auf Besuch

Thomas, OE6TPF kommt am Nachmittag mit dem Fahrrad aus Gleichenberg auf Besuch, das liegt auch ein schönes Stück weit und viele Höhenmeter entfernt.

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CW via Mond

Diesen Versuch geben wir nach kurzer Zeit wieder auf. Die dafür nötige Konfiguration müssen wir in Ruhe durchdenken, um nicht irgendwelche Komponenten in Rauch aufzulösen. Wenn das Sequenzing nicht absolut richtig funktioniert, ist der Vorverstärker oder irgend ein anderes teures Teil schnell zerstört. Klaus, OE6KYG und Gerhard, OE6RDD sind ein wenig enttäuscht, aber sicher ergibt sich schon beim nächsten VHF-Contest eine neue Gelegenheit.

Mondecho-Test mit WSJT

In WSJT gibt es einen Betriebsmodus, der Rig-Besitzer auch nervös machen kann: Der Echo-Mode. Dabei werden kurze Signale in Richtung Mond gesendet, und sofort wieder auf Empfang umgeschaltet. Das Echo wird von WSJT ausgewertet.

"Unsere" Mondechos mit Angabe der Signalstärke.

„Unsere“ eigenen Mondechos mit Angabe der Signalstärke: Satte Signale. Die Anlage hat eine gute Leistung.

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Die letzte Stunde

Endspurt, der Mond geht unter.

Endspurt, der Mond geht unter. Ich will es wissen – wie viele QSOs bringe ich in der letzten Stunde Mondsicht ins Log? Ich setze mich ans Gerät. Zwischen 15:27 utc und 16:11 utc logge ich 7 EME-QSOs, inklusive Bedienung des EME-Chats. Mehr geht nach meiner Meinung in der Betriebsart JT65B eigentlich nicht.

Wir bringen an diesem Tag in der Zeit von etwa 08:00 utc bis 16:15 utc, also in rund 8 1/4  Stunden,  insgesamt 33 EME-QSOs ins Log.

Die gesamt-Betriebszeit an den zwei Tagen war knapp 11 Stunden. 46 solide EME-QSOs wurden geloggt. Ergibt eine hübsche mittlere QSO-Rate von etwa 4 pro Stunde.

Wir hatten Gäste. Ehrlich.

Wir hatten zahlreiche Gäste. Ehrlich.

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Zusammenfassend …

Sicher geht da noch einiges mehr – aber hallo, das ist unsere 2. EME-Aktivität mit OE6V überhaupt! Wir sind sehr zufrieden mit unserer Beute. Werner hat sich vorgenommen, die EME-Betriebstechnik mit WSJT/JT65B und EME-Chat bis zum nächsten mal ganz intensiv zu studieren und zu üben. Wer Werner kennt erkennt, dass ihn der Ehrgeiz gepackt hat.

Ein großes Danke geht an Drago, S59A für seine Unterstützung, seine Ratschläge, viele lustige Wortmeldungen und seine Hands-On Mithilfe.

Wir wurden via EME-Chat mehrfach gefragt, ob wir mit unserer Station auch andere QTHs bzw. Locatorfelder aktivieren könnten. Das steht noch in den Sternen.

Wir wollen als nächstes …

  • die Koax-Verkabelung der Antenne und zum Koaxrelais/PreAmp optimieren. Wenn die Antenne steil steht, hängen die Koaxkabel etwas ungünstig im Strahlungsfeld
  • unsere Betriebstechnik-Fertigkeiten weiter ausbauen. Viel lesen, studieren, üben. Die von uns mit WSJT automatisch aufgezeichneten RX-WAV-Dateien werden wir auch analysieren
  • kommendes Jahr deutlich mehr als eine EME-Aktivität setzen: 2 Tage-Pakete nach den VHF-Contest-Wochenenden (bspw. März, Mai)
  • weitere OMs einladen, uns beim EME-Betrieb mit OE6V zu besuchen und EME live zu beobachten
  • einzelne davon als EME-Operator für OE6V gewinnen

 

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Der ganze Abbau und das Verladen dauern dank weiterer helfender Hände (Albin, OE6KAE) etwa 1,5 Stunden – und danach ist nichts mehr zu sehen von dem ganzen Aufwand. Das schöne Foto der Rosen am Pvaillion im Weingarten stammt von Thomas, OE6TPF.

Wir freuen uns schon auf die nächste OE6V EME-Aktivität !

 

Ich hoffe das meine Schilderung des Abenteuers EME den einen oder anderern Funkamateur in Österreich dazu motiviert, es selbst zu versuchen. Eine lange Yagi, ein paar hundert Watt auf 2m, ein ausführliches Studium der WSJT-Anleitung und die vielen Informationen in diesem Blog sollten eigene Erfolge ermöglichen. Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung.

Stationsaufbau OE6V 2nd EME Activity – 10.09.2015 27. September 2015

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Wir treffen uns um etwa 09:30 loc. im Weingarten. In aller Ruhe bauen Werner und ich die Station auf. Das Wetter ist bestens, die Sicht gut.

Die Ausrichtung des H-Trägers und der Booms dauert etwas. Alles nicht so wichtig beim VHF-Contest, aber bei EME ... wollen wir kein dB verschenken.

Die genaue Ausrichtung des H-Trägers und der Booms dauert etwas. Alles nicht so wichtig beim VHF-Contest, aber bei EME … wollen wir kein dB verschenken. Der vorhandene Az/El-Rotor dreht nur von 0° bis 360°, und wir legen diesen Endpunkt nach Norden.

Eine ziemliche Ladung an Geräten im Shack ist aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.

Wir sind gerade dabei, die digitale ARSUSB-Rotorsteuerung abzugleichen, als wir Besuch bekommen: Gerhard, OE6RDD hat Drago, S59A mitgebracht. Drago ist ein sehr erfahrener Funkamateur – hat an DXpeditionen teilgenommen, betreibt zu Hause eine sehr große Contest-Station und hat mit seinem Team auch weltweite Contests gewonnen. Gerhard und ich haben Drago vor einiger Zeit zu Hause besucht, sein 160m Contest Rig unter dem Call S51V:  3 Arbeitsplätze, eine 27 Meter hohe 4-Square zum Senden, angespeist über 350 Meter 7/8-Zoll Koax, mehrere schaltbare Beverages mit jeweils hunderten Meter Länge zum Empfangen, und eine seeeehr große Endstufe. Ein Youtube-Video dazu gibt es hier:  https://www.youtube.com/watch?v=VC3efF8FQ6o

Drago, rechts im Bild, hier beim gemeinsamen Tüfteln und Problemlösen.

Drago, rechts im Bild, hier beim gemeinsamen Tüfteln.

 

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Unsere Sichtmarken zur Azimuth-Ausrichtung der Antenne. Die 0° und 90° Elevation können wir mit der Wasserwaage herstellen und abgleichen, aber die Azimuth-Ausrichtung mit Kompass ist mir zu ungenau.

Mit Google Earth habe ich die Azimuth-Werte sichtbarer Orientierungspunkte für die Antennenanlage ermittelt.

Google Earth beinhaltet die nötiegn Werkzeuge zum Messen von Azimuth (und Distanz)

Google Earth beinhaltet die nötiegn Werkzeuge zum Messen von Azimuth (und Distanz). Zur Plausibilitätskontrolle und für den Fall schlechter Sicht sind es zwei unterschiedlich weit entfernte.

  • Kirche Straden = 74,8° und 5.51 km Distanz
  • ORS-Sendemast Hochstraden, Stradnerkogel = 59,7° und 11,56 km Distanz.

Ich stelle den Rotor auf knapp 60° Azimuth, und dann drehen wir der Einfachheit halber mit eingezogenem Pnauatikmasten das ganze Antennengestell, während wir über die Booms den Sender Hochstraden anvisieren. Perfekt.

Stilvoller Verletzungsschutz an den eingeschlagenen Eisenstangen ...

Die Steckeisen zur Sicherung des Mastens werden wieder in den Boden eingeschlagen, und der stil-echte Verletzungsschutz in Form leerer Weinflaschen wieder angebracht – fertig.

 

Die ersten Signale vom Mond kommen herein. Und es ist Nachmittag geworden.

Die ersten Signale vom Mond kommen herein. Und es ist inzwischen Nachmittag geworden.

Wie nähern uns jetzt in großen Schritten dem Klarstand, der Betriebsbereitschaft der Anlage.

Thomas, OE6TZE - Drago, S59A - Harald, OE6GC - Werner, OE6FNG

Thomas, OE6TZE — Drago, S59A — zu Besuch Harald, OE6GC — Werner, OE6FNG. Hinter der Kamera: Gerhard, OE6RDD

Wieder einiges ausgetüftelt, ein paar Erfahrungen gesammelt, dazugelernt. Im Gegensatz zur ersten OE6V-EME-Aktivität habe ich diesmal volles Vertrauen zur genauen Antennenausrichtung.

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Die Planung der 2. OE6V EME Aktivität 27. September 2015

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Herr Reichmann, der Besitzer des Weingartens, erlaubt uns das Stehenlassen der Contest-Antenne nach dem SSB/CW-VHF-Contest. So entsteht eine optimale Verwertung der Auf- und Abbau-Arbeit für die Station: Nach dem VHF-Contest-Wochenende ein paar Tage Pause, dann 2 Tage EME, dann endgültiger Abbau.

Zugrunde liegende Berechnungen und Überlegungen

Ein Scan unserer "originalen" Mondfunk-Zeitplanung. Man erkennt die günstige niedriegen Degradationswerte. Die Tage, an welchen uns die Sonne in die Antenne leuchten (und unseren Empfang verrauschen würde) sind am kleinen Sonnensymbol auf der Tages-Beschriftung zu erkennen.

Ein Scan unserer „originalen“ Mondfunk-Zeitplanung mit Hilfe des Programms „Moon Sked“. Man erkennt die günstigen niedrigen Degradationswerte. Die Tage, an welchen uns die Sonne in die Antenne leuchten (und unseren Empfang verrauschen würde) sind am kleinen Sonnensymbol auf der Tages-Beschriftung zu erkennen.

Auch auf Grund familiärer Verpflichtungen haben wir unsere nächste Mondfunk-Aktivität auf Donnerstag 10.9. und Freitag 11.9.2015 gelegt. Ich habe mir dafür in der Nähe ein Zimmer für die Nächtigung reserviert, und Werner hat sich durch die Anschaffung eines kleinen Wohnwagen-Anhängers (ein sogenanntes „Puscherl“) eine erholsame Schlafstätte geschaffen.

Detail-Berechnung der Mondbahn an unseren beiden EME-Tagen. So können wir unsere Aktivitäten auf unser "Fenster zum Mond" abstimmen: Mondaufgang, Monduntergang, Mondbahn.

Detail-Berechnung der Mondbahn an unseren beiden EME-Tagen mit dem Programm „EME System“: So können wir unsere Aktivitäten auf unser „Fenster zum Mond“ abstimmen – Mondaufgang, Monduntergang, Mondbahn.

Es gibt geländebedingt auch Nicht-Sende/Empfangs-Zeiten: Bei geringer Mond-Elevation im Azimuth-Bereich 80° – 145° wegen der „Durchleuchtung“ des Portabel-Shacks. Erste Betrachtungen zeigen, dass wir in den Morgenstunden des 10.09. ohnehin mit dem Aufbau der Anlage beschäftigt sind, somit kein Problem entsteht. Auch die steile Mondbahn an diesen Tagen kommt uns entgegen. Alles gut ersichtlich auf den Ausdrucken.

Zusätzliche Besucher wollen wir erst nach dem Aufbau der Anlage ab der Mittagszeit willkommen heißen, um ungestört die anstehenden Probleme zu lösen und die Anlage in aller Ruhe weiter zu verbessern. Mit zu vielen Gästen funktioniert das nach unserer Erfahrung nicht ganz so gut, die Zeit vergeht beim Plaudern sehr rasch. Wenn der Funkbetrieb dann läuft ist auch keine Zeit um langwierige Untersuchungen oder Messungen zu machen. Da geht´s dann dahin …

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Unser Plan:

  • optimale Ausrichtung der Antennenanlage
  • die QSO-Zahl nach oben treiben
  • nette Amateurfunkkollegen zu Besuch haben
  • den Gästen das EME-Funken zeigen, Zeit für Gespräche finden
  • den hervorragenden Wein des Weinhof Reichmann verkosten
  • keinen großen Stress aufkommen lassen

Wir wollen am Donnerstag 10.09.2015 ab mittags QRV sein, und haben dann bis etwa 17:30 loc. Mondsicht. Am Freitag 11.9.2015 hätten wir zwar ab 05:00 loc Mondsicht, aber die Antenne müsste durch unser Pavillion-Shack leuchten. Somit einigen wir uns auf einen gemütlichen Mondfunk-Tagesbeginn nach dem Frühstück.

Die schrittweise Verbesserung der portablen OE6V 2m-EME-Anlage macht Werner und mir viel Freude. Die Zutaten: Die Beschäftigung mit anspruchsvoller Technik, die Lösung komplexer Probleme – und feine Amateurfunker-Freundschaften.

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OE6V beim VHF-SSB/CW-Contest am 5.9./6.9.2015 26. September 2015

Posted by tomzurk in Allgemein.
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VHF-Contest in SSB/CW: Am OE6V-Mikrofon neu dazugekommen Helmut, OE6IEG (links) mit 2nd-Operator/Zuhörer Franz, OE6WIG. Die gesamte Station gehört Werner, OE6FNG. -- Foto: Patrick, OE6PSE --

VHF-Contest in SSB/CW: Am OE6V-Mikrofon neu dazugekommen Helmut, OE6IEG (links) mit 2nd-Operator/Zuhörer Franz, OE6WIG. Die gesamte Station gehört Werner, OE6FNG. Das Foto stammt von Patrick, OE6PSE – auch neu dabei im OE6V-Team!

Bei diesem Geräte-Probegalopp für die nächste EME-Aktivität zeigt sich …

  1. Der Pneumatik-Mast funktioniert tadellos
  2. Werner braucht noch einen handlicheren Service-Kompressor 😉
  3. Für die Teilnahmen an den SSB/CW-VHF-Contests wäre eine separate horizontal polarisierte Rundstrahlantenne (bspw. eine BigWheel) hilfreich
  4. Der jetzt montierte EME-Az/El-Rotor mit digitaler ARSUSB-Steuerung wird den bisherigen Azimuth-Contest-Rotor hinkünftig wohl ersetzen
  5. Die Internet-Anbindung mit dem neuen D-Link Router ist ausreichend und robust
  6. Der Symmetricom GPS-Zeitserver mit dem WEBO NTP-Client auf beiden Contest-PCs funktioniert einwandfrei. Die GPS-Antenne hängt Indoor im Pavillion unter dem metallfreien Dach, und empfängt meist 6 Satelliten

Das von OE6XUG geliehene/mitgebrachte Heil Pro-7 Contest-Headset haben wir auch gleich ausführlich getestet: Wenn es im Pavillion etwas lauter zugeht ist die außerordentlich hohe Umgebungsdämpfung sehr hilfreich.

Werner und ich freuen uns, dass es (mir/uns) gelungen ist, weitere SSB/CW-Contest-Operator für OE6V zu gewinnen: Chris OE6CUD, Helmut OE6IEG, Patrick OE6PSE sind neu zum OE6V-Team hinzugekommen. Welcome – es ist wirklich eine Freude, mit Euch gemeinsam was zu machen!

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GPS-Uhr und besseres portabel-Internet 26. September 2015

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Das NTP (Network Time Protokol) funktioniert mit den derzeit verfügbaren GSM/Mobilfunk-Internet-Zugängen nicht. Die Latenzzeiten (Laufzeiten für Internet-Datenpakete) schwanken zu stark. Das führt zu fortlaufenden Zeitsprünge im Bereich von einzelnen Sekunden. Zur Illustration: Ein PING auf www.google.at dauert via USB-Internet-Connect-Card, getestet mit verschiedenen Providern, schwankend(!) zwischen 47 und 996 ms. Da steigt jeder NTP-Zeitsync am PC aus.

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Fehlerhafte Uhrzeit über Internet:
Gelöst, durch eine professionelle GPS-Uhr.

Unser kleines Netzwerk aus 2 PCs und 1 Internet-Zugang eignet sich bestens zum Anschluss eines kommerziellen GPS-Netzwerk-Zeitservers. Via eBay beschaffen wir einen gebrauchten Symmetricom NTS-200 mit passender GPS-Antenne.

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Werner, OE6FNG mit Symmetricom NTS-200: Profi-Equipment mit Top-Verarbeitung. Das Gerät erhält von uns eine statische IP-Adresse, nach 5-15 Minuten rastet der Zeitserver ein, die grüne LED „LOCKED“ (ganz links am Gerät) leuchtet. Vom integrierten WebServer kann man sich den Satelliten-Empfang detailliert via Webbrowser anzeigen lassen.

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Und die die Zeit steht still - ja ja, ich meinte: Die fatalen Zeitsprünge sind weg, die Sync-Sprünge bewegen sich jetzt im Bereich von Millisekunden. Einfach Cool.

Und die Zeit steht still –  die fatalen Zeitsprünge sind weg, die Sync-Sprünge bewegen sich jetzt im Bereich von Millisekunden.

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portabler Internet-Zugang:
Schnell … ein LTE-4G-Router

Seit geraumer Zeit suche ich so nebenbei ein brauchbares Gerät für einen soliden Internet-Zugang mitten im Weingarten in Khünegg. Die Zeit drängt inzwischen, ich möchte im Zuge der nächsten VHF-SSB/CW-Contest-Aktivität von OE6V am 5.9./6.9.2015 eine neue Lösung ausprobieren. Nach einiger Recherche fahre ich zum nächsten MediaMarkt. Mit irgendeiner Form von sinnvoller Beratung oder gar Fachberatung rechne ich dort eher nicht.

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Ich stehe vor dem Regal mit den Routern, dort wo die GSM/UMTS/LTE-Router stehen, greife nach der betreffenden D-Link Schachtel … und werde von einem etwas älteren Verkäufer angesprochen.

Nach kurzem Zögern erläutere ich, was für ein Kastl ich für einen abgelegenen Standort in der Südsteiermark mit schlechter GSM-Bedeckung suche:

  • integrierter Switch für eine kabelgebundene Netzwerkinstallation, 3-4 Rechner, 100 MBit oder besser 1GBit
  • stabiler Internet-Zugang via 3G Mobilfunknetz, mit vorhandener SIM-Karte eines beliebigen Providers
  • Leistungsfähige Antennen für den Mobilfunkempfang, die WLAN-Reichweite ist nicht so wichtig
  • 4G/LTE–Fähigkeit des Routers, um eine zukunftstaugliche Anschaffung zu machen

Und der Verkäufer erzählt sachkundig von den positiven Rückmeldungen zufriedener Yachtbesitzer und Wochenendhaus-Nutzer, welche mit dem (ausgesuchten) D-Link DWR-921 beste Erfahrungen gemacht haben. Na, da schau´ ich aber. Und bringe den D-Link-Router zur Kassa.

Zu Hause mache ich mich mit dem Gerät vertraut, auch ein Firmware-Update, und konfiguriere das Gerät für den Einsatz bei OE6V durch.

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OE6V EME Upgrade – Antennen, Pneumatik-Mast 26. September 2015

Posted by tomzurk in EME, Schritt um Schritt.
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Der erste Erde-Mond-Erde Gehversuch im August 2014 mit der portablen Contest-Station OE6V hat uns viele Erkenntnisse gebracht. Und eine ordentliche Liste an Hausaufgaben.

Neue/bessere EME-Antennen

Werners bisherige 3.5 Meter lange Tonna F9FT Antennen mit offenen Dipol-Speiseelementen wurden beim VHF-Contest oft gar nicht gedreht um QSOs in alle Richtungen zu fahren. Ein solider Beleg für die starke Nebenzipfel-Ausprägung.

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Die neuen Antennen: Werner entscheidet sich für 4 neue WIMO WY209 mit 9-Elementen nach DK7ZB, 5 Meter lang und 3.5 kg schwer mit 12.4 dBd und mit HighPower Schleifendipol für 1.2 kW PEP. Die Hand am Alu-Tragrohr: Albin, OE6KAE – immer da, wenn Hilfe beim Auf- und Abbau benötigt wird.

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Ich habe das Gefühl, dass einige Kollegen im SSB/CW-VHF-Contest-Team nicht allzu glücklich sind mit den neuen EME-optimierten Antennen bei OE6V. Wenn man die Antennen jetzt vom Contest-QSO-Partner weg dreht, herrscht echte Stille 🙂

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Pneumatik-Mast für das portable 2m-EME-Array

Das bisher verwendete VHF-Contest-4er-Antennenarray (4x Tonna 9-Ele) mit dem Rotor auf einem Kipprohr(mast) in 6 Metern Höhe war nicht gerade leicht aufzurichten. Das Verletzungsrisiko beim Auf- und Abbau der hohen Kopflast ist mir einfach zu groß. Niemand soll sich bei unserer Freizeitbeschäftigung den Rücken bzw. die Gesundheit ruinieren.

Nachdem ich selbst mit meinem 9+1,5 Meter hohen Pneumatik-Mast (Clark SCAM 9) neben dem Haus beste Erfahrungen habe, siehe http://qrz.com/db/oe6tze), scheint mir das für die portable Station eine gute Lösung:

Ein massives Stativ als Aufstellhilfe, Überkopf-Schwenk des H-Trägers zur Erleichterung der Antennen-Montage, Absenken des Arrays bei Sturmböen, gute Torsionsstabilität … die Liste der Vorteile scheint lang.

Für den VHF-Kontest am 5.9./6.9.2015 hat Werner den Penumatik-Mast mit dem EME- Az/El-Rotor aufgebaut. Ein paar Tage später wird EME-gefunkt!

Werner nimmt Kontakt mit einigen Herstellern/Lieferanten von Pneumatikmasten auf, und landet wieder bei Firma WIMO. Für Werner wird (kundenspezifisch) von einem chinesischen Hersteller ein hochwertiger Mast mit 6,5 Metern Länge und 50 kg Traglast hergestellt. Der massive obere Montageflansch ist maßgefertigt für das Aufsetzen der vorhandenen Rotoren.

Der Ablauf zum Aus- und Einfahren ist:

  • Kompressor starten, mit dem 3-Wege-Handventil sachte Druck auf den Masten bringen. Bei etwas über 2 bar hebt sich die Antennenanlage langsam
  • der unterste Mast-Schuß hat den größten Durchmesser, wenn ein Schuß ganz ausgefahren ist, rasten die Verriegelungen ein. Der nächste Mast-Schuß hebt sich, rastet dann ausgefahren ein, und so weiter
  • Wenn alle Segmente ausgefahren und eingerastet sind kann der Mast entlüftet werden. Das verhindert die Kondensatbildung im Masten
  • Zum Einfahren muß der Mast wieder auf etwas über den ursprünglichen Druck aufgepumpt werden, dann wird die erste Verriegelung gelöst. Mit dem 3-Wege-Ventil wird der Druck vorsichtig abgelassen, bis sich die Antennenanlage sanft absenkt. So geht es weiter, bis alle Mastsegmente eingefahren sind.

Siehe dazu auch http://www.wimo.com/mast-pneumatik_d.html

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OE6V ist portabel und QRV via EME auf 2m 17. August 2014

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Es ist vollbracht! In den zwei Nächten vom 12.8.-14.8.2014 gelingen insgesamt 12 Erde-Mond-Erde QSOs auf 2m im DigiMode JT65B, vom QTH Khünegg.

Es gelang beim ersten Versuch 12 mal, die Distanz von 800.000 km mit einer Signallaufzeit von 2,5 Sekunden und einer Streckendämpfung von mehr als 250 dB zu überwinden. 1000 Watt Sendeleistung auf der einen Seite, Richtantennen mit hohem Gewinn, eine Mondkugel welche nur wenige % der Energie reflektiert, und ein empfindlicher Vorverstärker an der Antenne auf der Empfangsseite. Und dann digitale Signalverarbeitung mit der Software eines Nobelpreisträgers auf einem Computer, um die schwachen Signale aus dem Rauschen herauszufiltern. Das ist EME-Funk.

Die Antennenanlage ist aufgebaut. Relais+Vorverstärkerbox, Sendekabel Ecoflex 15+, Empfangskabel Ecoflex 10+, Cat7-Kabel für Relais und Vorverstärker-Versorgung. Das Koaxrelais schaltet beim Senden mittels Hilfskontakt den PreAmp von der Versorgung weg.

Antennenanlage aus 4x 9-Element F9FT von Tonna, Yaesu-Rotoren, Koax-Relais für Sende/Empfangsumschaltung, LowNoise-PreAmp.

12.08.2014 22-25-19

Werners erstes EME-QSO (mit RK3FG) ist im Kasten. Acht Monate Vorbereitung, all die Mühe, all der Aufwand – es hat sich gelohnt. Ein berührender Moment.

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Das erste 2m EME-QSO vom 12.8.2014  20:14-20:20 utc:

201400  6  -16  2.0  167  3 *      CQ RK3FG KO86             1  10
201512  Transmitting: JT65B   RK3FG OE6V JN76       
201600  5  -21  2.7  159  3 #      OE6V RK3FG KO86     OOO   1  10
201700  Transmitting: JT65B   RO                           (Shorthand)
201800 10  -21       151  4   RRR       
201900  Transmitting: JT65B   73                            (Shorthand)
202000 10  -15       144  3   73      

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20140812 N0UK Chat - RK3FG & OE6V

Üblich: Eine sehr nette Kommunikation via NØUK Internet-Chat nach dem Erde-Mond-Erde QSO

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EME mit WSJT „geht“ auch mit viel weniger Aufwand. Habe ich 2011 am Fieldday in Dobl durch ein EME-QSO mit UA3PTW mit 2 Antennen und 100 Watt gezeigt.

Aber wir haben hier jetzt in der Steiermark (OE6) eine portable 2m EME Mittelklasse-Station und ein starkes Team, mit welchem wir an die nächsten Aufgaben herangehen können.

13.08.2014 22-41-08

Es ist gelungen. Trotz widriger Wetterbedingungen, störender Meteoritenschauer, gelegentlicher Regen- und Flugzeug-Scatter, und einer schlecht funktionierenden Zeitsynchronisation via UMTS-Internetanbindung. Die QSOs dieser beiden Nächte: EME 1st = RK3FG, dann noch I2FAK, HB9Q, SV6KRW, UA4LCF, OK1UGA, RX1AS, PE1L, PAØJMV, S52ML, DL9DBJ. Und über den Mond „gehört“ haben wir noch einige weitere Stationen.

Durch unsere Köpfe (Werner OE6FNG, Gerhard OE6RDD, Klaus OE6KYG, Tom OE6TZE) geistern bereits Ideen für weitere Aktivitäten.

  • EME in CW ausprobieren, sollte möglich sein mit JT65-Reports bis -20
  • an einem EME-Contest teilnehmen
  • Breitband-Empfang und MAPX einsetzen
  • und und und …

 

… stay tuned.

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13.8.2014 – OE6V: Weitere 8 EME QSOs 17. August 2014

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Am frühen Abend war ein bekannter Journalist aus der Südsteiermark da, um einen Zeitungsbeitrag zu verfassen. Wir sind neugierig, ob und wann (und in welcher Zeitung) der Beitrag erscheinen wird. Für eine Live-Demo ist es noch zu früh, der Mond geht erst viel später auf. Unser erstes QSO dieses Abends fahren wir nach dem Mondaufgang um 19:42 – 19:50 utc mit UA4LCF.

Für heute hatte ich Zuhause noch rasch einen Vortrag für Interessierte zusammengestellt, und einen Beamer mit Leinwand mit. Auch, um das sonst schwer nachvollziehbare Geschehen für die Zuschauer etwas transparenter zu machen. Aber … zahlreiches Publikum war gestern da, und da fast zu viel, um konzentriert zu arbeiten, hi.

13.08.2014 21-42-29 small

Gerhard, OE6RDD und Franz, OE6WIG schauen sich meinen Einführungsvortrag an. Und bekommen dann, durch´s live-Mitschauen am EME-Bildschirm via Beamer, auch eine besseren Einblick, was wir da wirklich tun.

Insgesamt gelingen in dieser Mond-Schicht 8 EME-QSOs. Ziemlich Zufrieden mit der Ausbeute legt sich Werner gegen 04:00 loc in seinem Schlafsack auf die Couch bzw. ich mich in mein (Luxus-)Feldbett.

Nach etwa 3 Stunden wachen wir auf, machen uns frisch, trinken Kaffee und stärken uns. Dann wieder zur EME-Anlage: Die Uhrzeit-Synchronisation macht uns wieder schwer zu schaffen, die Zeit via Internet/NTP springt am PC um Zehntel- bis ganze Sekunden. Noch viel mehr aber stört die elektrostatische Aufladung des Regens.

14.08.2014 08-41-37

Die F9FT-Antennen von Tonna mit den offenen Dipolen sind sehr empfindlich gegen aufgeladene Regentröpfchen. Wir haben dadurch Störpegel von S9+20 bis S9+30. Und damit ist klar … hier geht nichts mehr. Immer nach einer Blitzentladung sinkt der Störpegel durch die Regentröpfchen kurzzeitig auf etwa S9 ab, aber das hilft uns nicht wirklich.

Als der Regen um die Mittagszeit des 14.8. endlich vorbei ist, ist auch das Rauschen im Empfänger weg. Monduntergang war aber vor mehreren Stunden. Und wir müssen die Station abbauen, familiäre und berufliche Verpflichtungen warten auf uns.

14.08.2014 12-21-29

Und wieder hilft uns Albin, OE6KAE – diesmal beim Antennenabbau. Immer da, immer helfende Hände. Und mit der Az/El-Rotorsteuerung ist das Zerlegen durch entsprechendes Drehen/Schwenken sogar etwas leichter geworden.

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Gegen 13:30 Lokalzeit ist alles abgebaut und in die Autos verstaut. Wir verabschieden uns voneinander. Es war ein großartiges Erlebnis. Werner und ich fühlen uns durch das gemeinsam Erlebte tief verbunden. Schade, dass die Zeit um ist.

Ich selbst habe am Donnerstag/Freitag ein bissl Zeit (Stunden) gebraucht, um „in der Nacht“ einschlafen zu können. Ob´s die beiden langen Abende bis 04:00 Uhr loc. oder die erlebte Adrenalin-Spülung waren, kann ich noch immer nicht richtig einschätzen. Wird wohl beides gewirkt haben.

Ein DANKE geht an Werner. Für mich war´s ein wirklich cooles Abenteuer, ihm zu einem (hi, es waren 12 !!) EME-QSO zu verhelfen. Für mich war bemerkenswert, wie sehr Werner Gas gegeben hat. Hut ab, ich begegne nicht vielen Menschen, die derartig anziehen. Und ganz ehrlich – da macht mir das Spielen (auch sehr teurer/aufwändiger Spielereien) erst so richtig Spaß. Gemeinsam = mehr als die Summe der Teile. Ein schlauer Satz von mir noch: Wissen ist das Einzige, was sich ohne Verlust teilen lässt. Abschließend: Für mich ist 2014 auch durch diese ganze Aktion ein ausgesprochen gut gelungenes und erfreuliches Jahr.

15.08.2014 07-32-21

Am nächsten Tag hat mich das Arbeitsleben wieder, das Wetter ist bestens – und ich freue mich über das Erlebte.

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12.8.2014 – Mondaufgang, 1st EME QSO OE6V 17. August 2014

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Wir stellen die Rotorsteuerung im Programm PSTRotator auf „Tracking“, die Mond-Position kommt vom Programm WSJT. Der Mond steht auf -3° Elevation. Die Rotoren stehen noch still. Wenn der Mond aufgeht, werden wir es auch an den klickenden Relais der Antennenantriebssteuerung hören.

Spots sichten

Wir schauen unter http://www.livecq.eu/ in der Enstellung SIMPLE DESIGN ALL SPOTS mit, welche EME-Stationen von anderen EME-Funkern automatisch oder manuell als CQ-Rufer gespottet werden. Es ist schon einiges los, es sind jetzt gute Tage zum Mondfunken. Die Degradation (bezeichnet die Verschlechterung gegenüber bestmöglichen Bedingungen) ist derzeit recht gering.

Im Raum ist es durch die vielen Besucher recht laut. Werner sitzt am Main-Operator-Platz. Da. Die Antenne bewegt sich.Der Mond geht auf. Wie berechnet, in unserem Rücken.

Wir suchen aus der Liste der Spots die stärkeren Stationen heraus, stellen die Frequenz am K3 ein, und sehen uns an, ob die Station 1st oder 2nd arbeitet (also in jeder ersten oder zweiten Minute der Stunde) sendet.

Wir suchen die markante Linie des 1270,5 Hz SYNC-Signals im WSJT-Wasserfall. Einige terrestrische Signale sind da, aber wir können um 19:46z erstmals ein Signal vom Mond decodieren. Hier ein paar Ausschnitte aus dem File ALL.TXT im WSJT-Verzeichnis.

194600  1  -23  2.1  -75  1 *

194600  1  10/20                   CQ ZL2ADU RF60            1   0

200200  4  -22  5.3  124  1 *      CQ I6BQI JN72             1  10

Der TimeSync vie NTP übers Internet zerstört schon wieder durch einen +Offset unsere Laufzeitmessung, wir versuchen das in Ordnung zu bringen, und den TimeSync zu deaktivieren. Aus irgend einem Grund lässt sich der fehlerhafte TimeSync nicht gänzlich beseitigen.

200400  2  -23  2.2  124  3 *      CQ I6BQI JN72             0  10

Wir bekommen QSO-Teile mit.

201200  3  -23  2.2 -129  3 #      LA8KV I6BQI JN72    OOO   1   0

Die Station ZL2ADU ruft weiterhin CQ. Und wir wackeln mit unserer Systemzeit hin und her. Wir können nur schwer unterscheiden, was bei nahegelegenen antwortenden Stationen terrestrisch und was via Mond daher kommt.

12.08.2014 22-14-05

Die Meteoritenschauer (Perseiden) machen zusätzlich Lärm und stören unseren Empfang. Und dann noch ständiges Nachsetzen der Zeit.

Wir gehen auf eine andere Frequenz, wir schauen uns das Signal von RK3FG an.

201400  6  -16  2.0  167  3 *      CQ RK3FG KO86             1  10

Passt! Gutes Signal,

Laufzeit und Doppler-Offset ok. Die Meute im Pavillion schreit nach einem QSO. Franz, OE6WIG ist das Sprachrohr der Gäste, alle wollen JETZT ein QSO erleben.

Also, checken: OE6V ist 2nd, also Markierung bei TX first weg, Automatic Mode (Zeitsteuerung) ein, Message TX1 auswählen … wir sind auf Sendung. Ein bissl zu spät, aber was solls.

201512  Transmitting: JT65B   RK3FG OE6V JN76        

Und tatsächlich, RK3FG kommt auf Anhieb zurück.

201600  5  -21  2.7  159  3 #      OE6V RK3FG KO86     OOO   1  10

Jetzt, wie unzählige male mit Werner trainiert – Message TX3 anklicken.

201700  Transmitting: JT65B   RO                            (Shorthand)

Der Sender läuft, Leistung ok. wir sind in der Zielgeraden von Werners erstem EME-QSO. Und da, da kommt die Antwort!

201800 10  -21       151  4   RRR

Letzter Zyklus, für ein vollständiges QSO (außerhalb von Contest-Zeiten) gibt´s ein 73 zum Abschluss:

201900  Transmitting: JT65B   73                            (Shorthand)

Und die Antwort, auch mit sehr gutem Signal:

202000 10  -15       144  3   73    

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Das QSO ist im Kasten.

Wie unter Mondfunkern üblich wechseln wir nach unserem EME-QSO noch ein paar nette Worte im EME-Chat von NØUK.

20140812 N0UK Chat - RK3FG & OE6V

Hier der Auszug aus dem Chat (VHFDX.EU) rund um Werners erstes EME QSO. Es ist für Mondfunker eine Ehre, einen Aller-Ersten Kontakt mit einer völlig neuen Station zu haben. Die Freude ist groß, auf beiden Seiten

12.08.2014 22-19-32 (2)

Es ist vollbracht. Das erste EME-QSO ist im Kasten. Was für ein Erlebnis. Die Gäste applaudieren, gratulieren. OE6V ab jetzt QRV EME 2m.

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Uns gelingen dann noch drei solide EME-QSOs, mit I2FAK, HB9Q, und zuletzt mit SV6KRW um 23:32 utc.

Wir geniessen den Erfolg des ersten Mondfunk-Tages, plaudern noch ein Zeit lang und legen uns gegen 04:00 loc in die Schlafsäcke, auf Couch und Feldbett. Nach ein paar Stunden Ruhe geht es in der Früh weiter, wir machen uns frisch, stärken uns. Aber warum auch immer – Ausrichtungsprobleme, Mondbedingungen, Schlechtwetter – wir hören kaum Mondsignale. Wir suchen mögliche Fehler, finden aber keine.

Ich fahre nach dem Monduntergang nach Hause. Einerseits um ein wenig auszuruhen, andererseits um ein paar Vorbereitungen für den kommenden Abend zu treffen. Unter anderem hole ich eine große Niro-Kreuzschelle, um beim (im Fußgelenk etwas mit drehenden) Antennentragrohr des Arrays einen zusätzlichen stabilisierenen Ausleger anzubringen. Einen Beamer, einen VGA-Splitter und eine Leinwand nehme ich auch mit, um Besuchern am Abend eine Verfolgung des Geschehens am EME-PC zu erleichtern. Die vorbereitete PowerPoint-Erläuterung rund um´s Mondfunken aktualisiere ich mit den neuesten Fotos. Und ab geht´s wieder nach Khünegg!