jump to navigation

Neue Antenne: 15-Element LogPeriodic v03 13. Oktober 2010

Posted by tomzurk in Allgemein.
trackback

DL9HCG, Günter hat 2009/2010 neue, optimierte Abmessungen zu DuoBand-LogPeriodic-Antennen ermittelt. Mit einer speziellen Mess-Antrenne mit geschlitztem Boom hat OM Günter wesentliche Gewinn-Verbessungen realisiert. Die neuen Berechnungsgrundlagen sind in der Bauanleitung Duo-LPDA-03 enthalten.

Ich entscheide mich für den Bau einer 15-Elemente-LPDA mit einem Gewinn von 13,2 dBd auf 2m. Die deutliche Gewinn-Steigerung vs. geringfügig längerer Bauweise (gegenüber der 13-Element-LPDA v02 mit 10 dBd) reizt mich.  Die aller-erste, aus dem ursprünglichen DOS-Programm selbst errechnete Antenne (version 01) wird zerlegt, die Dipol-Elemente verwende ich weiter. Ein paar Optimierungen in der Herstellungen der Teile beschreibe ich hier.

Neu in der Bauanleitung ist, dass nunmehr der lichte Abstand zwischen den Dipol-Elementen angegeben ist, und nicht mehr der Mitten-Abstand. Ich verwende weiterhin das Rundmaterial mit Ø 6 mm.

Zuerst erstelle ich wieder eine Excel-Tabelle (DuoLPDA BauMappe_15-Ele_v03 (zt))…
a) zur Kalkulation der Zuschnitt-Längen für die Dipol-Elemente
b) zur Kalkulation der Positionsmarken für die Bohrungen
Wer sich das Anlegen der entsprechenden Excel-Datei mit den Formeln ersparen möchte – kurze eMail genügt, ich verschicke die .xls-Datei (ein UpLoad von Excel-Dateien ist hier nicht möglich). Praktisch ist die Errechnung/Angabe eines Kontroll-Maßes für die Element-Länge bis zum Boom-Beginn. Mit einem guten Zollstock geht das Messen und Fein-Einstellen der Länge am schnellsten.

 

Die Tabelle mit den Abmessungen der Dipol-Elemente und mit den Mitten-Abständen der Elemente

 

Ich habe beim praktischen Bauen gesehen, dass die 1/10mm-genaue Längeneinstellung der Dipole am besten funktioniert, wenn man das Gewinde etwas länger ausführt. Bei meiner ersten LPDA waren es 33mm Gewinde-Länge, bei der zweiten Antenne 38mm. Ich denke, dass eine Gewinde-Länge von 40mm ziemlich optimal ist. Nochmals der Hinweis: Schmieren(!) beim Alu-Gewindeschneiden, und wenn das Werkzeug (Schneidrad) bereits handwarm wird: Unbedingt abkühlen lassen, um saubere Gewinde zu erzielen.

Die Kontaktstellen der Dipol-Elemente zu den Booms sind sicher entscheidend für die Funktion der Antenne: Das Abtragen der Niro-Eloxierung am Boom geht hervorragend mit dem Kontaktfräser der Firma Rittal, siehe Rittal Artikelnummer 2414000. Übrigens gibt es das Teil auch für vorstehende Erdungsbolzen unter 2414500.

 

Abtragen der Eloxierung mit dem Kontaktfräser (erhältlich bei Rittal). Mit kreisender Bewegung führt man den Zentrierzapfen in der 6,5er-Bohrung. Dadurch ergibt sich ein brauchbares Erscheinungsbild. Der Fräser (bestehend aus Stahl-Litzen, in Gummi eingebettet) hält sich von allen verwendeten Schleifmitteln bisher am besten.
Abtragen der Eloxierung mit dem Kontaktfräser (erhältlich bei Rittal). Mit kreisender Bewegung führt man den Zentrierzapfen in der 6,5er-Bohrung. Dadurch ergibt sich auch ein brauchbares Erscheinungsbild. Der Fräser (bestehend aus Stahl-Litzen, in Gummi eingebettet) hält sich von allen verwendeten Schleifmitteln bisher am besten.

 

Bei der ersten Eigenbau-Antenne habe ich M6-Geweinde in den Boom geschnitten, was bei einem Boom-Querschnitt von 20² zu Problemen führt, weil die meisten Gewindebohrer viel kürzer sind. Bei der zweiten und dritten Antenne habe ich auf die Gewinde im Boom verzichtet. Bei der ersten und zweiten Antenne habe ich die Muttern an den Dipol-Elementen beidseitig mit Zahnscheiben gesichert. Die Zahnscheiben aus A2 bzw. A4-Material sind viel härter als das Alumninium – bei einem Überziehen der Muttern bricht das Dipol-Element im Gewindebereich. Ein Drehmomentschlüssel wäre vielleicht eine elegante Lösung. Bei der dritten Antenne habe ich nun dünne Niro-Federscheiben (gewellte Scheiben) verwendet: Wenn diese flach gezogen sind, sitzen die Muttern ausreichend fest. An den Boom-Seiten, an welchen die Dipol-Elemente herausragen, sind Zahnscheiben eingesetzt, diese graben sich ordentlich in das Alu-Material hinein.

 

Zahnscheiben und Federscheiben zur Fixierung der Element-Verschraubungen

 

 

Die Koax-Ausmünung muß möglichst kurz ausfallen, gerade noch so, dass man die Booms zum Abgleichen einige Millimeter im Abstand variieren kann. Bei dieser Antenne ist der Boom-Abstand beim vorderen Abstandhalter 8,5mm und beim hinteren Abstandhalter 21 mm. Messwerte siehe weiter unten.

 

 

Hier (zur Abwechslung) die Ausrichtungs-Kontrollkamera im Bild: IP67-Bauweise, erhältlich bei Conrad Elektronik. Anschlusskabel (Video und 12V DC) in einer wasserdichten Kunststoff-Box auf 2x RG59 umgesetzt, das Ganze mit Kugelkopf an einer Schelle befestigt. Bewährt sich sehr.

 

Der Zusammenbau erfolgt am bequemsten im Stehen in „Arbeitshöhe“: Zuerst Zusammensetzen der Booms mit den Abstandshaltern, lockeres Einsetzen der Dipol-Elemente, anschliessend Längen-Feinabgleich mit dem Zollstock, anschliessend festziehen der Muttern.

 

Messung mit dem miniVNA, ich habe die Antenne (den Boom-Abstand) für den Einsatz im unteren Teil des 2m-Bandes einjustiert. Mit dem Kurzschluss-Bügel am hinteren Ende der Booms (neu in der Bauanleitung v03 nach DL9HCG) werden auch allfällige elektrostatische Aufladungen blockiert. Element-Verkürzungsmarathons entfallen erfreulicherweise, vermutlich wegen der Boom-Querschnittsvergrößerung durch die verschraubte Bauweie bzw. die Element-Überstände. Mir reicht das Ergebnis derzeit. Die Antenne ist übrigens erstaunlich unempfindlich gegen Umfeldeinflüsse auch in geringem Abstand.

 

 

Wie so oft, wenn ich etwas Zeit hätte, verhindert die gegenwärtige Mondbahn wieder einmal praktische „Moonbounce“-Versuche.

 

Sollten die angeführten Hinweise nützlich sein, oder jemand weiteren praktischen Input oder Fragen haben: Freue mich über Rückmeldungen/Feedback. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Danke an Günter, DL9HCG für seine hervorragende Entwicklungsarbeit!

Werbeanzeigen

Kommentare»

1. Andi - 6. Juni 2012

Hallo. Ich habe mir nach diesem Bauplan eine 10-Element gabaut. Das ist wirklich erstaunlich simpel. Die Richtwirkung ist schon erstaunlich, aber die Sache mit dem Gewinn kann ich leider (noch) nicht nachvollziehen. Mir fehlt bis jetzt leider die Gelegenheit das Ding mal wirklich zu testen. Unsere alten UHF-OMs bezweifel sowieso, dass so ein kurzes Gebilde ähnliche Gewinne bringen soll wie eine 3m lange Yagi… wir werden es sehen 😉 73 und weiterhin fröhliches Basteln! Hier liegt schon Material für eine 2te. DO1BOP

tomzurk - 19. August 2012

Ja – so eine LPDA funktioniert wirklich. Die von mir gebaute 15-Ele LogPeriodic (in Version v03) ist etwa 2-3 dB schwächer als eine 5m lange maaspro-Kreuzyai. Schau rein unter https://tomzurk.wordpress.com/2011/02/24/antennenvergleich-duolpda-15-ele-vs-kreuzyagi-10-ele/
vy73, gd dx – Tom


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: