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Rauschen: Gelegentlich kein EME-Funk möglich 29. Dezember 2010

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Schön langsam komme ich dahinter, warum EME(-Empfang) bei mir nur gelegentlich funktioniert. Nahezu unabhängig von den verwendeten Antennen (ob 10-Element X-Yagi oder auch 2x 15-Element LogPeriodic) treten von Zeit zu Zeit derart starke breitbandige Störungen auf, dass ein EME-Arbeiten unmöglich ist. Dadurch, dass es sich um „Rauschen“ handelt, hatte ich es nicht gleich als Man-Made-Noise erkannt.

LPDAs und X-Yagi am Antennenträger auf der Terasse

Mir war schon vorher aufgefallen, aber nicht so richtig bewusst geworden, dass ich manchmal in WSJT und an meinem microHAM USB-III Interface den Audio-Pegel zurücknehmen musste.

Gestern früh: LogPeriodics am Antennenträger, Tropo-Empfang DK5EW mit sattem Signal. Das von WSJT aufgezeichnete .WAV-File 2010-12-28 DK5EW Mon_101228_084000_tropo kann mit einem Media-Player wiedergegeben werden, noch besser aber natürlich mit WSJT.

Sattes Signal von DK5EW via Tropo. Er arbeitet mit 4×12-Element / 750Watt.

Dann plötzlich, um 08:43 utc: Das Rauschen im Transceiver steigt um 10-11 dB an.  Der Spuk dauert bis 08:51 utc.

Um 08:54 utc höre ich scheinbar einen kurzen, enorm starken Meteor-Scatter, was ich auch recht interessant finde. Die .WAV-Datei, von WSJT aufgezeichnet: 2010-12-28_Mon_101228_085400_tropo. Ein Decode ist nicht möglich, aber im Lautsprecher ganz nett anzuhören.

Ein gewaltiger „Ping“, die JT65B-Töne brüllen kurz aus dem Lautsprecher

Ab 09:06 utc wieder breitbandiges Rauschen, diesmal mit +11 dB gegenüber dem vorherigen Pegel, laut Anzeige in WSJT.

Danach gebe ich auf. Immerhin sehe ich jetzt klar, warum ich von Zeit zu Zeit überhaupt keine Reflexionen vom Mond aufnehmen kann, ist auch irgendwie hilfreich. An den Pegelreglern kann ich sofort erkennen, ob ich „verrauscht“ werde oder ob ich „freie Bahn“ zum Mond habe. Bei meiner derzeitigen experimentellen Ausrüstung verhindern 10-11 dB zusätzliches Rauschen/Störungen natürlich jede EME-Kommunikation.

Erde-Mond-Erde-Funk ist und bleibt spannend.

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Kommentare»

1. DK5EW - 20. Oktober 2014

Hättest Du damals schon den K3 gehabt wärst Du nicht „verrauscht“ worden. Es liegt nicht nur immer am Sender sondern auch oft und meistens am Empfänger.
73’s Erwin/DK5EW

tomzurk - 20. Oktober 2014

Servus Erwin,
schon richtig – aber als Anfänger/Einsteiger streckt man sich halt nach der Decke. Und der gebrauchte IC-746pro von eBay um damals unter 1000,- Euro war halt das, was ich mir für mein neues Hobby Amateurfunk damals geleistet habe. Und es waren doch einige QSOs damit möglich. Inzwischen bin ich für Kurzwelle zuhause bei gebrauchtem K3, P3 und 2-Ele StepIR Antenne gelandet. Womit das DXen auf Kurzwelle auch richtig Spaß macht. Aber alle diese Geräte kosten viel Geld, vieeele k€ in Summe. Meine EME-Aktivitäten habe ich derzeit zu OE6V (mit Werner, OE6FNG) verlagert. Besserer Antennenaufbauplatz (Khünegg), feine Geräte und ein nettes Team. Möchte mit OE6V im Dezember am ARRL EME Contest auf 2m teilnehmen – wenn es das Wetter bzw. die Schnee-Lage zulässt. Ohne extremen Ehrgeiz, einfach Mondfunken. Weil´s einfach eine großartige Freizeitbeschäftigung ist.
73 de OE6TZE, Thomas


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