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Antennenvergleich DuoLPDA (15-Ele) vs. Kreuzyagi (10-Ele) 24. Februar 2011

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Mit dem Vorverstärker, den mir OE6LCF leihweise zur Verfügung gestellt hat, mache ich ein Experiment. Ich will schon länger die Eigenbau-Duo-LogPeriodic-Antenne  mit 15 Elementen (in Version 03 nach DL9HCG, Günter) mit einer Zirkular polarisierenden Kreuzyagi vergleichen.

Der ausgezeichnete Verstärker von SHF-Elektronik hat ein Koaxrelais integrtiert, mit welchem 2 Antennen wahlweise auf den Vorverstärker geschaltet werden können. Wobei die Buchse „Antenne 2“ im stromlosen Zustand dieses Relais durchgeschaltet ist, aber das ist nur ein kleiner Fehler in der Dokumentation. Habe ein langes Cat-5 Patchkabel durch die Wand zum Antennenmasten gezogen, und eine kleine Schalterbox für die nötigen 12V im Shack.

 

Die 15-Element DuoLPDA (Eigenbau) und eine 10-Element WIMO WX220 Kreuzyagi mit HighPower-Dipolen und zirkular-rechts-Phasenleitung am Kurbelmasten. Die Antennen haben einen Abstand von 3,3 Metern am Fiberglas-Tragrohr

 

Der 2m- Vorverstärker von Firma SHF-Elektronik am Kurbelmasten, in der roten Box ist die Cat5-Kupplung zum Steuerkabel (Patchkabel ins Shack) für die Antennenumschaltung

 

ScreenShot einer aktuellen Vermessung Messung der LoPeriodic-Antenne am Masten: Dei Antenne ist (hauptsächlich über den Boom-Abstand) auf 144,1 MHz justiert

Soviel einmal zum Setup: Ich verwende den Icom IC-746pro als Empfänger, und schalte in kurzer Folge die Antennen im Shack um.  Nachfolgend die ScreenShots. Um die Relationen herzustellen gibts zum Schluss eine Tabelle mit den Ergebnissen.

 

I2FAK zur Zykluszeit 20:14z über den Mond (nach 2,7″) mit -22dB in WSJT. Antenne: Kreuzyagi zirkular
I2FAK zur Zykluszeit 20:16z über den Mond (nach 2,7″) mit -25dB in WSJT. Antenne: LogPeriodic
I2FAK zur Zykluszeit 20:18z über den Mond (nach 2,7″) mit -24dB in WSJT. Antenne: LogPeriodic
I2FAK zur Zykluszeit 20:20z über den Mond (nach 2,7″) mit -22dB in WSJT. Antenne: Kreuzyagi zirkular
S51ZO antwortet I2FAK zur Zykluszeit 20:21z, hier ein Direktempfang (nach 0,0″)  in WSJT. Antenne: Kreuzyagi zirkular, wir zuvor auf den Mond ausgerichtet.

Es zeigt sich: Die LogPeriodic in der Bauweise v03 nach DL9HCG, Günter kann bei rund 1,3 Metern Länge für EME-Empfang eingesetzt werden.

Mir war jetzt wichtig, einmal Empfangs-Versuche zu machen. Auf Sende-Versuche habe ich verzichtet, um innerhalb einer möglichst kurzen Zeitspanne, somit bei einigermaßen gleichen Mond-Bedingungen, einen praktischen Antennenvergleich durchzuführen.

Die „BigGun“ I2FAK mit dem Array aus 16 Stück 19-Ele LogLoopYagis bringt laut den Spotreports in http://www.livecq144.com bei den Spottern im Betrachtungszeitraum annähernd stabile -12dB in WSJT. Viele spot-reportende Stationen haben ihre Anlagen bereits sehr starke optimiert, die Masse der „Mittelklasse-Stationen“ mit 4 Antennen im Array bringen vermutlich keine so hohen Werte zusammen.

 

Übersichtstabelle zu den Ergebnissen: Die Polarisation bzw. Faraday-Drehung war scheinbar weitestgehend stabil und etwa vertikal, entsprechend der Montage der DuoBand-LogPeriodic-Antenne

Es zeigt sich, dass mit der einzelnen zirkular polarisierenden 2 x 10-Element-Kreuzyagi -22dB in WSJT erreicht werden, mit der Eigenbau-DuoBand-LogPeriodic -25 bis -24dB erreicht werden. Somit bringt die LPDA bei diesem versuch rund 2-3 dB weniger als die KreuzYagi.

Nachdem ich inwischen erkannt habe, dass die schwankende Faraday-Drehung mein größtes Problem ist, wechsle ich zu zirkular polarisierenden Antennen. Ich erwarte mir davon – bei meiner begrenzten Zeit im Shack – deutlich häufigere EME-Möglichkeiten.

Jene Stationen, welche weiter optimiert sind als meine momentane „Zwerg-Station“, können einen Teil der zusätzlichen Dämpfung durch die Faraday-Drehung mit ihren großen Antennen, optimaler Verkabelung, guten Vorverstärken etc. ausgleichen.

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Kommentare»

1. Carsten - 20. März 2011

Moin
Der Vergleich hinkt etwas. Man kann in der Regel nur Signal zur selben Zeit auf 2 verschieden Antennen vergleichen. In 2 Minuten hat man doch viel Fading – I2FAK sendet nur H und Herr Faraday dreht die ganze Zeit mit … Du hast 2 RXe – mach beide Antennen drann. eventl mal die Wimo schaltbar H / V und nicht im X aufgebaut.
vy 73 de Carsten DM1CG

2. tomzurk - 22. März 2011

Lieber Carsten, vielen Dank für Deinen Kommentar und die noch viel ausführlichere eMail hinterher. Mir gings in dem Vergleichstest darum, zu zeigen, dass man mit einer 1,3m langen (sehr kurzen) DuoBand LogPeriodic tatsächlich EME-Signale empfangen kann. Zu Deinem Angebot: Für Tests und Messungen kann ich natürlich jede Hilfe gebrauchen, vielen Dank, nehme ich gerne an! Inzwischen habe ich bereits einen zweiten Anpasstopf bestellt, werde bei nächster Gelegenheit die Antennen aus dem derzeitigen X um 45° nach H/V drehen (wie es auf den Fotos vieler DXpeditionäre zu sehen ist). Die Polarisationsumschaltung vom Shack aus und ggf. zusätzlich für RX/TX mit PTT vom Transceiver werde ich versuchen – und darüber berichten.
73, Tom


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