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12.8.2014 – Aufbau OE6V EME, Khünegg 15. August 2014

Posted by tomzurk in Allgemein.
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Nachdem die Gerätschaften ausgeladen sind, geht Zug um Zug der Aufbau der Station los. Strom, Antennenteile, Geräte im Shack. Vor allem der PC mit der völlig neuen Rotorsteuerung und die Verkabelung zum Rotor werden forciert. Kein Bier für mich, bis das Ding läuft.

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Inbetriebnahme-Halterung des Rotorkopfes, dieser war noch nie zuvor in Betrieb mit der neuen Steuerung/Versorgung. Ist sich nicht früher ausgegangen. Aufgabe: Drehbereiche und Potispannungen erfassen.

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Erdungsanschlüsse für alle Geräte, Schnittstellenleitungen, Koaxkabel, 12V-Versorgung, … alle Hände voll zu tun.

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Werner hat die gesamte Rotorverkabelung gut vorbereitet. Und für Notfälle auch die alte Steuerung mit XLR-Steckern/Kupplungen anschließbar gemacht. Das neue 24V-AC-Netzteil für die Rotormotoren wird hier gerade angekabelt.

Die beiden Yaesu-Rotoren (G5500) „können“ folgendes:

  • Azimuth … 0 – 360°  Ausgangsspannung 0 – 12,4 Volt
  • Elevation … 0 – 180°  Ausgangsspannung 0 – 12,2 Volt

An den Potis in der ARS-USB-Rotorsteuerung muß als erstes der von den Positions-Potis gelieferte Spannungsberich in den Meßbereich der A/D-Wandler (0-5 Volt) im Interface angepast werden. Das erfolgt mit ein wenig Reserve-Zugabe) durch zwei 10-Gang-Einstellregler im Interface. Danach kann der Deckel wieder auf die Steuerung aufgesetzt werden.

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12.08.2014 13-25-04

Albin, OE6KAE stabilisiert den Masten mit dem schweren Rotor während des Abspannens des Mastens.

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Es dauert eine Weile, bis alle Teile der Antenne (H-Träger, Booms) ausgerichtet sind.

Die Antennenanlage ist aufgebaut. Relais+Vorverstärkerbox, Sendekabel Ecoflex 15+, Empfangskabel Ecoflex 10+, Cat7-Kabel für Relais und Vorverstärker-Versorgung. Das Koaxrelais schaltet beim Senden mittels Hilfskontakt den PreAmp von der Versorgung weg.

Die Antennenanlage ist aufgebaut. Relais+Vorverstärkerbox, Sendekabel Ecoflex 15+, Empfangskabel Ecoflex 10+, Cat7-Kabel für Relais und Vorverstärker-Versorgung. Das Koaxrelais schaltet beim Senden mittels Hilfskontakt den PreAmp von der Versorgung weg.

Nach dieser ersten großen Etappe hat uns Franz, OE6WIG mit seiner Pizzalieferung wieder zu Kräften verholfen. Danke!

Nach dieser ersten großen Etappe hat uns Franz, OE6WIG mit seiner Pizzalieferung wieder zu Kräften verholfen. Danke! Gerhard, OE6RDD hingegen ist kein großer Freund von Pizza, er stößt später wieder zu uns.

Es schüttet, und wir müssen den Rotorkopf nochmals mechanisch drehen, damit das Ding endlich richtig funktioniert.

Es schüttet, der Himmel grau in grau, keine Sonne als Ausrichtungsmarke. Und wir müssen den Rotorkopf nochmals mechanisch drehen, damit die Azimuth-Anzeige stimnmt. Werner, OE6FNG gleicht meine Einstellungsfehler an der PC-Steuerung mit stoischer Ruhe aus. Danke, Werner, für Deine Geduld.

12.08.2014 15-46-01

Die Parametrierung und der Abgleich der Steuerung haben einige Mühe gemacht. Ein Kontaktfehler an einer Klemmstelle in der Steuerung (Schleifer-Ableitung vom Elevationspoti im Rotor) war bald gefunden und behoben. Das Ding läuft. Uns fehlen wetterbedingt jedwede Orientierungspunkte, irgendwelche Sichtmarken – nur Kompass und Wasserwaage müssen als Ausrichtungshilfe herhalten. Das hinterlässt eine ziemliche Unsicherheit unserer Winkelanzeigen.

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Langsam nähern wir uns der Betriebsbereitschaft der EME-Anlage. Einige Checks sind aber noch zu machen. Mir ist wichtig, mögliche schwer erkennbare Fehlerquellen von vorne herein auszuschließen.

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Einpegeln Elecraft K3-Transceiver + Kuhne-Transverter

In der Google MoonBounce Mailing-Liste [moon-net@googlegroups.com] lese ich seit Jahren mit. Oft habe ich keine Zeit und schiebe die Mails einfach in meinen Mondfunk-Ablageordner in meinem Outlook. Zur Vorbereitung unserer Stations-Inbetriebnehme war ich aber auf der Suche nach Einträgen rund um das Thema EME und K3-Pegeleinstellungen.

Tip 1:

NF-Pegel mit ALC auf 4 Striche am K3, der 5. Strich soll nur gelegentlich flackern. Das ist der NO-ALC-Point. Dann Ausgangsleistung einstellen.

Tip 2:

MIC GAIN auf 30-32 am K3. SignaLink-Interface TX-Regler auf „9 Uhr“.

Tip 3:

LIN OUT = 1
Signalink delay = Ø
Audio Out am PC auf Maximum
LIN IN (mic control in data mode) auf FULL ALC LED (5. Strich blinkend)
Leistung mit PWR OUT einstellen

Tip 4:

Audio Pegel einstellen mit „TX TEST“, da erfolgt keine HF-Aussendung.

Tip 5:

Filter im Transceiver immer auf maximale Breite (bspw. 4 kHz) stellen, weil die PHASENLAUFZEITEN am Filterrand ungleichmäßig sind, womit die WSJT-Softwrae dann zu kämpfen hat. Außer es sind sehr nahegelegene Signale so stark, dass eine Verschmälerung der Filterkurve sinnvoller ist.

Tip 6:

Mode = DATA A, nicht SSB/USB. DATA A bedeutet NO CMP, NO TXEQU und Hochpass gegen Brumm EIN.

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Wir haben letztendlich folgende Einstellungen verwendet …

  • Mode USB, alle NF-Funktionen abgeschaltet
  • MIC GAIN auf 30-32
  • Leistung mit PWR OUT auf 1 mW für den Trasnverter eingestellt
  • TX OUT am Signalink so, dass der NF-Pegel
  • ALC  4 Striche am K3 anzeigt, der 5. Strich nur gelegentlich flackert

Da ist vielleicht noch was zu optimieren.

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Kontroll-Messung des Antennen-Arrays

Mit einem miniVNA messe ich das VSWR des Arrays. Zu beachten ist, dass bei dieser Messung die Dämpfung der Zuleitungen (25m Ecoflex 15+ und die Kabel bis zum Anpasstopf/Kombiner) noch dazu zu rechnen ist, um das SWR „an der Antenne“ zu erhalten.

20140812_4er_F9FT_Ele=0_Az=260_im_Shack

Das Antennenarray zeigt bei 144.100 MHz ein VSWR von 1.61 bei Ø° Elevation

20140812_4er_F9FT_Ele=40_Az=260_im_Shack

Das Antennenarray zeigt bei 144.100 MHz ein VSWR von 1.55 bei 40° Elevation

Aus dem Diagramm zu entnehmen: Bei einer SWR-Messung von bspw. 1,4 im Shack "am Kabelende" und einer Kabeldämpfung von bspw. 3 dB hat man an der Antenne in Wirklichkeit ein SWR von 1,9

Nicht gerade berauschend, diese Anpasswerte. Die derzeitigen Anschlusskabel der einzelnen Antennen sind RG213-Kabel. Wie sich später beim Abbau zeigt, erwärmen sich diese Kabel an jenen Stellen, wo Kabelbinder die Zuleitungen an den Booms fixieren. Da ist ganz sicher noch was zu optimieren.

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Bake anvisieren, Empfangs-Pegel ermitteln

Um auch später noch (durch Vergleich) sicher stellen zu können, dass die Anlage funktioniert suchen wir einen VHF-Bakensender. Wir finden HG1BVA in JN86cw auf 370m Seehöhe auf 144.458 MHz. Azimuth ca. 75°. Die CW-Bake kommt mit S9+45 bis S9+50 herein. Das schaut ganz gut aus.

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Rauschen ringsum. Wo am meisten, wo am wenigsten ?

Um zu ermitteln, in welcher Azimuth-Richtung wir mit terrestrischen Störquellen rechnen müssen, ermitteln wir mit Orbital-Fahrten der Antenne bei verschiedenen Elevationen den (trelativen) Rauscghpegel. Als Vergleich habe ich das Diagramm aus meinem Siedelungsgebiet zu Hause in Hitzendorf.

Einstellungen am K3: Mode DATA, Bandbreite 4,0 kHz. Messung mit Programm „NoiseMeter“ von G8KBB, Einstellungen 1″, Average 10 Messungen, 0-4 kHz.

20140812_Rauschpegel_OE6V-Antenne_Khünegg (oe6tze+oe6fng)

Nichts, praktisch keine Störungen ringsum. Zumindestens zum Zeitpunkt der Messung, auf Freuquenz 144.115 MHz. Ein traumhafter QTH.

20110812_Rauschpegel_OE6TZE-Antenne_Hitzendorf (oe6tze)

Zum Vergleich: Meine Antenne in Hitzendorf liefert bei einer solchen Orbital-Messung ganz andere Störsignale an den Empfänger. Ich kann nur sinnvoll EME funken, wenn der Mond-Azimuth in Zonen niedrigen Rauschens liegt.

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Bandpläne

Wir sichten die diversen 2m-Bandpläne (ÖVSV, DARC, ARRL, etc) der 3 IARU-Regionen, schauen uns die unterschiedlichen EME-Bereiche auf der Welt an. Auch die zulässigen Leistungen in den verschiedenen Ländern diskutieren wir. Wir haben informell schon gehört, dass es in Österreich vielleicht zu einer Anhebung der maximalen Leistung von derzeit 400 Watt PEP für Einzelpersonen kommen könnte. Das würde natürlich auch den EME-Bereich beleben.

Hier noch eine aktuelle Übersicht des DARC aus der CQ DL 4-2014, eine Zusammenfasung vieler Informationen (Bandpläne, Leistungen, ect) der Länder mit CEPT-Lizenz.

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EME Betriebstechnik

Wir areiten nochmals gründlich die Erläuterung der JT65B EME Betriebstechnik von Gabriel, EA6VQ durch.

Abfolge bei Antwort auf einen CQ-Ruf (Link auf pdf-Datei):
TX1 – TX3 – TX5

Abfolge bei eigenem CQ-Ruf (Link auf pdf-Datei):
TX2 – TX4 – TX5

Nach meiner Erfahrung ist die Einhaltung der richtigen Abfolge der Messages auf Grund der Aufregung bei den ersten EME-QSOs eine echte Herausforderung.

http://www.dxmaps.com/jt65banswer.html

http://www.dxmaps.com/jt65bcq.html

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Mobiler Internet-Zugang: Eine Katastrophe.

So halbwegs kommen wir jetzt in die Zielgerade. Die Zeit vergeht für mich rasend schnell.

Die UMTS-Sticks für den Internet-Zugang und den NTP-ZeitSync machen gewaltieg Probleme! Es gibt zwar jede Menge Sendemasten auf den umgebenden Hügeln, aber die Anzeigen der UMTS/HSDPA-Sticks schwanken zwischen EDGE/UMTS/HSDPA. Es gibt Abbrüche beim Datenverkehr, die Latenz-Zeiten sind ganz extrem schwankend.

Franz, OE6WIG stellt dankenswerterweise kurzerhand seinen USB-Connect Stick zur Verfügung. Dieser funktioniert etwas besser als jener von Werner. Aber dennoch, es rupft und ruckelt und bricht ab, disconnected, und so weiter und so fort. Der so wichtige Zeitsync für WSJT/JT65B springt um mehrere Sekunden. Perseiden und Regenwolken bilden zeitweise reflektierende Strukturen aus. Ich will jedenfalls erkennen, ob wir über den Mond oder direkt/terrestrisch arbeiten. Laufzeit muß etwa 2,5 Sekunden sein – alle anderen Verbindungen zählen heute nicht!

14.08.2014 08-41-25

Wenn gar nichts anderes mehr funktioniert … ein Zeitzeichensender (RWM auf 9996 kHz) via WebSDR ist eine durchaus brauchbare Kontrollmöglichkeit.

Das Beste: Ich habe vor ein paar Tagen eine ungenutzet Handy-SIM-Karte (bzw. einen bestehenden Vertrag) um ein monatliches 1 GB-Datenpaket erweitert. Wurde eingerichtet, habe ich getestet, schien alles bestens. Nun kommt die Anzeige „Datensperre“ bei Schwelle 50 Euro und durch 68 Megabyte an übetragenen Daten. Ich rufe die Hotline an, ein A1-Techniker erklärt mir, er könne das nicht wieder freischalten, ein Teamleiter müsse das machen, man wird sich bei mir melden. Aber um Mitternacht würde eine neue Abrechnungsperiode beginnen, dann würde das 1GB-Paket sicher funktionieren. Na Bravo. Ich verwende jetzt einen anderen USB Connect-Stick. Und um den (bereits vom A1-Techniker erkannten) Fehler bei der Tarifumstellung entstandenen Schaden von 60,- Euro werd´ ich mich später kümmern.

Später deinstalliere ich noch die mehrteilige A1-Suite, welche vom A1-Stick von Franz fast automatisch installiert worden ist, was mehrere Reboots des EME-PCs erforderlich macht. Mit dem aktuellen A1-Dashboard in Version 1.17 läuft dann wenigstens der MDC-Client zum Chatten so halbwegs.

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12.08.2014 16-33-40

Links: Franz, OE6WIG und Herr Reichmann (rechts, der Eigentümer des Weinguts) kommen zu Besuch in den Pavillion. Herrn Reichmann verdanken wir sehr viel. Es ist seine persönliche „Insel der Ruhe“, welche wir für unsere Funkerei nutzen dürfen. Und der Wein … der ist exzellent!

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Die Zeit vergeht rasend schnell. Und jetzt kommen nach und nach immer mehr Besucher, wer auch immer sie eingeladen hat … es wird immer lauter in dem kleinen Pavillion, alle haben eine Gaudi. Werner und ich testen die Anlage, checken und optimieren letzte Einstellungen, und warten auf den Mondaufgang. Der fehlerhafte ZeitSync für WSJT macht uns schwer zu schaffen.

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